zumindest in Würzburg. Ich muss hier mal aus verschiedenen Gründen eine Lanze für meine ehemalige Fachhochschule brechen und es geht ja auch irgendwie um SEO dabei
Stein des Anstoßes ist der anstehende Neubau der FH-Würzburg. Der stößt anscheinend einigen Bürgern ein wenig auf. Zumindest denen, die in der Nähe des Bauplatzes wohnen. Dem Rest ist es wie immer – wurscht. Kaum das einige Jahre verzweifelter Suche nach einer Alternative für die katastrophale Raumsituation vergangen sind wagen Studenten und Professoren auf zu atmen. Gegen die Verpflichtung umfangreiche Biotope auf- und auszubauen wurde das Bauvorhaben genehmigt und Würzburg darf sich freuen seinen Standortfaktor als Uni- und FH-Stadt auzubessern, was übrigens im nationalen Vergleich bitter nötig ist.
Aber ist der Zirkus noch so klein – einer muss der August sein … Es findet sich also tatsächlich jemand, der genügend Zeit und Muße hat diverse Gremien zu kontaktieren und einen Bürgerentscheid vom Zaun zu brechen. Die Anwohner des vom Neubau betroffenen Stadtteils wollen keine FH und keine Studenten und schon gar keinen zusätzlichen Verkehr. Und überhaupt – da wird ja Natur zerstört und Geld verschwendet und es gibt mehr Verkehr. Und überhaupt gäbe es doch so viele Alternativen, die man mit einem Blick innerhalb von Sekunden als Außenstehender sofort erkennt (genau an der FH arbeiten ja eh nur zerstreute Professoren und Leute die vom Bauen keine Ahnung und die Alternativen in Zusammenarbeit mit der Stadt gar nicht geprüft haben … mehrere Jahre lang.) und es gibt mehr Verkehr.
“Sic transit gloria mundi” kann ich da nur sagen.
Es stehen ja auch nur unwesentliche Argumente für den Neubau gegenüber:
- Man opfert nen Acker und bekommt ein 1a-Biotope
- Man macht Würzburg als Studienstandort attraktiv.
- Mehr Studenten –> mehr Kaufkraft –> mehr Geld für die Läden und die Stadt.
- Man fängt den anstehenden Strom der G8 Studenten auf und macht gut und sinnvoll ausgebildete Leute daraus.
- Aus 11 über Würzburg verteilten Standorten macht man drei.
- Da gibt es noch einige mehr aber die haben andere schon sehr gut zusammengestellt und man findet sich über die Links am Ende des Artikels.
Was mich so daran aufregt ist die Tatsache, dass wir direkt darunter leiden. Die Studiengänge, die neben der Gestaltung vom Neubau profitieren sind Informatik und Wirtschaftsinformatik. Genau diese haben das größte Potential. genau aus diesen Studiengängen brauchen wir Leute und zwar viele und gut ausgebildete. Diese Leute werden gebraucht. Das ist langfristiges, bitter benötigtes Kapital.
Meiner Erfahrung kenne zu wenig Unternehmen Würzburg als Studienstandort dessen FH echt gute Leute hervorbringt. In meinen Praktikas und Vorstellungsgesprächen waren viele erstaunt, dass ich aus Würzburg komme. Teilweise bat man mich doch bitte weitere Leute von der Würzburger FH zu schicken (in diesem Fall für ein Praktikum von dem Kerl, der die Autos mit dem Stern herstellt). Die Ausbildung scheint also zu überzeugen und nicht schlecht zu sein
So jetzt muss ich aber die Kurve zur SEO hinbekommen. Einer der Dozenten der FH-Würzburg dürfte wohl jedem, der sich mit der Materie auskennt ein Begriff sein. Prof. Dr. Mario Fischer treibt sich an der Würzburger FH herum und ist anerkannter Experte auf dem Gebiet Onlinemarketing mit dem Schwerpunkt Usability und Suchmaschinenmarketing. Seine Ausbildung an der FH ist sehr gut und das habe ich erst festgestellt, als ich angefangen habe in diesem Bereich zu arbeiten (Anmerkung für Herrn Fischer: Sorry – heute wünsche ich mir manchmal besser aufgepasst zu haben*g*).
Jetzt passt auf: Jeder Student der aus dem Schwerpunkt vom Herrn Fischer kommt hat also Ahnung auf dem Gebiet OM – und nicht wenig. Und jedes kommen da sogar mehrere aus der FH. Die werden gesucht - ziemlich dringend sogar. Ich kann das jetzt nur für meine Studiengang und meine Schwerpunkt sagen aber ich wage zu behaupten, dass die anderen auch sehr gut ausbilden.
Zeit für die Gretchen-Frage:
Auf dieses Kapital soll Würzburg verzichten?
Natürlich nicht! (wir brauchen die Leute in unserem Laden ja auch)
Deshalb sage ich:

So jetzt habe ich genug zu dem Thema gesagt und es gibt die versprochene Liste mit Links – dort kann sich weiter informieren:
Cu
Anwar
Antworten (Sammlung) auf die wichtigsten Fragen zum Neubau
Acker des Anstoßes (Deutlich zu sehen – da wird ja schlimmer gewütet als im Amzonas … auf dem Stück Acker)
FH-Würzburg informiert zum Neubau
Diskussion auf dem Würzblog zum Thema Neubau
Auf der anderen Seite:
bisher 15 Kommentare - Eigenen Kommentar schreiben
1. Maddin | 20.06.2008 um 13:50
Ich bin begeistert! … Vor allem über den klugen Einsatz von “nofollow”
!!!
2. Sascha | 20.06.2008 um 14:33
Durch die Brust ins Auge – was die Überschrift betrifft
Aber hoffen wir doch mal, dass die würzburger Bürger diesmal nicht aus Prinzip dagegen sind!
3. Der Alandsgrund-Bürg... | 20.06.2008 um 16:49
[...] Blogosphäre kommt zu dem Thema langsam in Schwung. Immer mehr Studenten der FH melden sich zu Wort und geben ihren Unmut gegen den Bürgerentscheid und ihr [...]
4. Mario Fischer | 20.06.2008 um 17:04
Und die Studierenden können gleich noch was lernen… Wenn da nur Einige sich im Web eine Stimme verschaffen – und danach sieht es derzeit aus – kann sich da durchaus was bewegen. Jetzt muss nur noch die Old-Economy
darauf aufmerksam werden. Aber so massiv wie das hier anläuft, kann das nicht mehr lange dauern.
Derzeit reicht schon “FH Neubau” in Google.. schon kullert es (http://www.google.de/search?hl.....&meta=)
5. Michael Jannsen | 29.07.2008 um 20:16
Da SEO mehr oder weniger Glück ist, wie kann man es dann als Studienfach anerkennen? Ich bin ein wenig verwundert.
6. Anwar | 30.07.2008 um 08:40
Hallo Michael,
SEO = Glück halte ich für eine gewagte Behauptung – stimmt aber zumindest teilweise auf lange Sicht.
Das Studienfach an der FH Würzburg heißt aber offiziell Ecommerce und beinhaltet die SEO als teil des Onlinemarketing Mix. Übrigens habe ich auf der letzten Weblounge in Nürnberg erfahren, dass sich inzwischen Studenten von der FH-Würzburg erfolgreich durch die 8 obligatorischen Vorstellungsgespräche bei Google gekämpft haben .-)
7. Norman | 02.08.2008 um 21:38
Das Glück ist mit dem Tüchtigen
und seo ist langfristig wohl eher nicht glück. warum sind eigentlich die top-firmen auch top in den suchlisten?
Andres Thema: Großer einsatz hier für deine FH!
8. Tobi | 12.11.2008 um 13:49
Ich wundere mich auch, dass SEO als Fach anerknnt wird. denn es gibt wirklich kein Wunderrezept. Vielleicht lernt man da die verschiedenen Techniken der Analyse.
Jedenfalls hat Okt. 2008 die TU Mulhouse in Ostfrankreich ein eigenständiges SEO-InternetMarketing Bachelor und Master eingeführt.
9. Rafael | 19.11.2008 um 21:59
Ih denke, wie im jedem Fach, wird zunächst das Grundverständnis gelehrt, also auch, wie funktioniert eine Suchmaschine und ihre Algorithmen etc.,wie kann man diese beeinflussen, um Seiten entsprechend zu optimieren.
10. Mike | 16.12.2008 um 11:24
Ich bin in jedem Falle immer zufriedener damit, wenn Nachfolger Meister ihres Faches sind, als wenn wenig könnenden, Learning-By-Doing-Anbieter daher kommen und dir leere Versprechen machen.
Leider wird dann nur wahrscheinlich der SEO-Markt in einiger Zeit ziemlich überflutet sein.
11. Uschi | 19.01.2009 um 10:21
Ich finde, dass es Grenzen gibt, die man nicht überschreiten sollte. Warum muss man denn immer alles studieren um es wirklich zu können? Ich verstehe es nicht. Ich habe nicht studiert und ich werde es auch nicht mehr, dafür bin ich schon zu alt. Aber ich finde es auch nicht gut, dass man in der heutigen Zeit für alles ein Studium braucht. Denn wenn ihr mal überlegt, wer kann sich denn heute noch ein Studium leisten? Nur die, die sowieso viel Geld haben. Ich finde es unfair gegenüber Menschen, die sich kein Studium leisten können. Ich finde, dass man auch wieder lernen sollte, Hauptschüler und auch Realschüler zu achten.
12. obtener p0ker on net... | 23.01.2009 um 18:53
obtener p0ker on net…
chasm!Lithuanian thickly insignificance …
13. Rui | 23.01.2009 um 22:03
Erstmal zum Beitrag 12. Ich weiß ja nicht was du damit sagen willst. Aber wird schon wieder werden
Dann zum Beitrag 11. Ich finde nicht, dass so was schlecht ist. Man sollte den jungen Leuten einfach die Freiheit lassen. Man muss doch mit der Zeit gehen. Einen Dachdecker will doch heutzutage keiner mehr. Denn das bringt kein Geld. Marketing und Management bringt Geld und darum wird es auch gemacht. Wo liegt also das Problem? Ich finde es einfach nur gut.
14. Daniel | 04.03.2009 um 21:12
SEO SEO SEO die Welt dreht sich doch nur noch um das Thema. Ich finde das übertrieben und man sollte es nicht weiter fördern, denn ich finde, dass man so etwas nicht studieren muss. Man kann es lernen und ich finde es einfach übertrieben, wenn man alles und jedes jetzt schon studieren muss. Irgendwann kommt es soweit, dass wir ohne studiert zu haben nicht mal mehr aufs Klo gehen dürfen und das kann es doch wirklich nicht sein oder? Ich finde das geht einfach zu weit.
15. M.Sommer | 06.04.2009 um 10:09
naja, das mit dem Studieren um aufs Klo zu gehen ist lustig, doch denke jedes Studium kann einen letztlich weiterbringen, weil die Jahre des Lohnerwerbs dann doch etwas andere Prioritäten setzen. Tatsache ist, je länger sich ein Geschäftsfeld am Markt positionieren kann, desto höher die Wahrscheinlichtkeit, dass auch Studieninhalte sich damit beschäftigen.
Das kann ja nicht falsch sein, falsch ist, das die Möglichkeiten zu studieren kanalisiert und eingeschränkt sind, letztlich auch durch Bürger die keine weiteren Studis wollen!
Dein Kommentar zum Beitrag:
Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>