Themenrelevant Leserfrage “Videos auf der Seite”

Folgende Frage hat mich heute per Mail erreicht:

“Mir geht es um folgendes. Ist es den sinnvoll Videocast auf seiner Seite so einzubinden das die Besucher auf Youtube geführt werden, oder ist es besser das es sich über die Player der Kunden abspielt und das Filmchen auf meiner Seite sich abspielt. Würde mich freuen wenn auf deinen Blog darüber diskutiert werden kann.”

Na ja, aus SEO Sicht (oder besser gesagt was die Onpage Optimierung betrifft) ist es in meinen Augen ziemlich egal ob der Film jetzt direkt auf YouTube steht, auf YouTube steht und dann in die eigene Seite eingebunden wird oder aber der Besucher den Film in einem externen Player betrachten muss/kann/soll.

ABER! Mal angenommen ich erstelle einen Film der ein Produkt, eine Community, oder was auch immer bewirbt, habe ich natürlich die Möglichkeit diesen Film zu “branden” – sprich bspw. am Anfang und am Ende des Films meine URL einzublenden. Dies wiederum führt dazu, dass der Film sobald er auf einer Video-Plattform wie YouTube veröffentlicht wird automatisch meinen Bekanntheitsgrad erhöht. Klar, der Film muss natürlich das “gewisse etwas” haben um auch von den Usern des Video-Portals als gut empfunden zu werden. Ist dies aber der Fall, beschert so ein Video der eigenen Seite doch schon den ein oder anderen User. Nicht zu vernachlässigen ist natürlich die Tatsache, dass der Film möglichweise auch wieder von anderen Bloggern aufgegriffen und in deren Blogs eingebunden wird. Dies beschert mir im besten Fall wieder einige User und vielleicht sogar den ein oder anderen Backlink. Ach ja, der Film kann und sollte dann natürlich auch wieder in die eigenen Seite eingebunden werden.

Auch ein großer Vorteil der bei einer veröffenltichung über YouTube entsteht, ist der Traffic den man sich einspart. Geht man davon aus, dass der Film bspw. 2 MB groß ist, entspricht das bei 1000 Views schon einem eingesparten Traffic von 2.000 MB. Gerade für Beitreiber mit einem nicht so dicken Budget eine tolle Sache.

Als letzten aber sehr wichtigen Punkt würde ich die Usability bei der ganzen Geschichte betrachten. Um eine Seite benutzbar zu machen, sollte man darauf achten, dass alle Inhalte auch ohne irgendwelche Plugins oder externe Programme wiedergegeben werden können. Stellt man jetzt den Film zum download oder zur Direktansicht bereit, müsste man natürlich darauf achten, dass auch wirklich alle Formate abgedeckt sind. D.h. ein Nutzer des Windows Media Player kann natürlich nicht viel mit Videos im QuickTime oder RealPlayer Format anfangen während es andersrum natürlich genau so ist.

So, das kurz meine Meinung dazu. Würde mich natürlich über andere Ansichten und Kommentare freuen :)

Gruß Fabian

bisher 6 Kommentare - Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Mario Fischer  |  18.07.2007 um 16:35

    Dann fang ich mal an…
    Dry Aspekte fallen mir dazu spontan ein:

    1. Bindet man nicht selbst produzierte Filme ein, linkt man technisch gesehen nur darauf. Das kann rechtlich später bei Urheberrechtsstreitereien nützlich sein. Zubbel ich mir den Film auf die eigene Domain, bin ich in jedem Fall dran und muss ggf. bei Verletzungen des Urheberrechts bluten.

    2. Einen lustitschen Film einzubinden bringt in der Regel schon was, weil
    a) die Angucker (meist) nicht genau wissen, wie sie den Film auf Youtube selber finden und daher der virale “Guckst Du hier” Effekt voll auf die eigenen Domain einschlägt und
    b) trotz der Youtube-Hype viele noch immer nicht wissen, dass man das selber einbinden kann. Ergo: Den Film jibbet nur hier. Wieder ein viraler Effekt.

    3. Solange der Film bei Youtube liegt, ist man von der Performance meist safe. Legt man ihn bei sich ab und der Weitersageeffekt funktioniert wirklich (mal ausnahmsweise ;-) dann hat man schnell ein Problem. Die Hardware verdampft…

    4. Waren ja nur drei…

  • 2. Christian  |  18.07.2007 um 20:56

    @mario: Pkt. 3: Performance Safe vom Traffic schon, aber die Ladezeiten bei manchen Videos lassen dann echt schon zu wünschen übrig.

  • 3. markus  |  18.07.2007 um 22:14

    Gerade bei YouTube sind die Ladezeiten teilweise wirklich nicht mehr schön.

    Ich speichere meine Videos immer bei sevenload und bekommen DADURCH auch Traffic auf meinem Blog, da User von sevenload über das Video auf mich kommen.

  • 4. Fabian  |  18.07.2007 um 23:03

    Interessant – an den rechtlichen Aspekt hatte ich bis jetzt nicht gedacht. Guter Tipp!

  • 5. Mario Fischer  |  19.07.2007 um 11:34

    @Christian: Das stimmt schon… Aber meist wird es erst knapp, wenn die Amis wach sind und Youtube stürmen. Tagsüber ist es meist noch nicht so schlimm. Denke aber mal, dass sich das sicher bald ändern wird, wenn das auf die Gurgel-Server kommt. Hoffentlich…

  • 6. typo3fanatic  |  03.08.2007 um 13:05

    Ich hatte mal das krasse Problem, das ein auf der Seite eingebundenes Video dermaßen gut ankam, daß im nächsten Monat eine saftige Traffic-Rechnung ins Haus flatterte. Die Einbindung des Videos auf der eigenen Seite ist zwar eleganter, aber man möchte ja bei Erfolg nicht draufzahlen müssen! Angesichts der zusätzlichen Möglichkeit zu branden, ist die youtube-Methode (oder sevenload, myvideo etc.) bein mir nun favorisiert.

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