Das war die SEMSEO Konferenz 2007 in Hannover – Teil 2

SEMSEO Konferenz 2007Wie gestern angekündigt heute der zweite Post über die Abakus SEMSEO Konfernez 2007, welcher in meinen Augen übrigens einer der gehaltvollsten war. Wer sich nur mit SEO beschäftigt, wird dieser
Artikel wahrscheinlich nicht sonderlich interessieren, da es dabei um Sponsored Links Kampagnen geht. Allerdings schadet es ja auch nicht mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. So, here we go:

Session II: Erfolgreiches Suchmaschinenmarketing – Sponsored Links Kampagnen.

Beschreibung aus der Agenda: Tipps und Tricks, wie man eine erfolgreiche Keyword Advertising Kampagne durchführt.

Referent: Tim Ringel, Metapeople GmbH

Zusammenfassung: Zu Beginn seines Vortrages hat Tim die Suchenden in 3 Gruppen eingeteilt: Die Beginner, die Intermediates und die Experts. Die Gruppen weisen jeweils ein unterschiedliches Such- und Kaufverhalten auf. Während die Beginner (Oma kauft Computerspiel für Enkel) prinzipell jedem Link vertrauen, der auf einer Ergebnisseite angezeigt wird, verbringen die Intermediates (benutzen ab und an das Internet) die meiste Zeit damit, die Suchergebnisse und Anzeigen genauer zu lesen bevor sie einem Link folgen. Die Experts (verbringen viel Zeit im netz – kaufen und verkaufen dort) dagegen sind vertraut mit den Suchmaschinen, wissen oft was der Unterschied zwischen den Anzeigen und organischen Ergebnissen ist und navigieren dementsprechend anders als die beiden ersten Gruppen.

Die PPC Strategie beziehungsweise die Platzierung der Anzeigen sollte also von der eigenen Zielgruppe abhängen. Handelt es dabei beispielsweise um Beginner ist es durchaus sinnvoll für die oberen Plätze zu bieten, da diese Suchenden quasi auf den erstbesten Link klicken, während man bei der Zielgruppe Intermediates und Experts nicht auf die Top Plätze angewiesen ist, sondern sich durchaus mit denen in der rechten Spalte begnügen kann.

Bei der Wahl des Anbieters war die Aussage völlig eindeutig. Aktuell rentiert es sich nur auf Google und Yahoo zu setzen. Alle anderen wie beispielsweise Miva können getrost vernachlässigt werden. Der Unterschied zwischen Google und Yahoo ist, dass bei Yahoo der oben steht, der am meisten zahlt während bei Google eine Mischung aus CPC (Cost per Click) / CTR (Click through Rate) und Quality Score zum Einsatz kommt. Mit dem Yahoo Panama Update welches im 2. Quartal 2007 kommen soll, fließt auch hier die CTR mit ein.

Nach der Wahl des Anbieters stellte sich natürlich die Frage nach dem richtigen Aufbau / Ablauf einer Kampagne. Hier stellte Tim seine “Best Practice Lösung” vor:

  • Keywords in mehreren kleinen Gruppen clustern, die Gruppen entsprechend der Themen benennen
  • Keywords erst weitgehend passend buchen (Später dann Exakt)
  • Festlegen von CPC’s auf Suchwortebene
  • Erstellen von verschiedenen Texten (Branding-Text, informativer Text und Reißer Text) pro Gruppe mit Keywordinsertion . Dabei eventuell Dialogoptionen benutzen wie z.B. “Handy finden?” also den Suchenden direkt ansprechen. Die Texte sollten alle 2 Wochen beziehungsweise jeden Monat geändert werden.
  • Kampagne mit extrem hohem Tagesbudget und doppeltem CPC starten (nur 1 bis 2 Tage danach runterfahren und an den Mainstream anpassen)
  • Beim Start der Kampagne sollte man zunächst grundsätzlich nur in der Suchmaschine – d.h. ohne die Option Contennetzwerk, werben. Im späteren Verlauf kann dieses dann hinzugeschalten werden.
  • Tracking –> anpassen –> tracking –> anpassen –> usw.

Weitere Anmerkungen waren:

  • Mitbewerber beobachten
  • Kundenstruktur beachten (Kredite werden meist am Ende des Monats gesucht)
  • Afiliates sind meist recht gut auf dem Gebiet und stellen gute Vorlagen dar

Ein weiterer interessanter Punkt des Vortrags bestand in der Aufschlüsslung der Entstehung des tatsächlichen CPC’s und der Erläuterung der Google History. Aus Tims Erfahrung setzt sich der tatsächliche CPC aus folgende Punkten zusammen:

  • 45% durch CPC-Gebot
  • 45% durch die Google Historie
  • 10% durch den Quality-Score der Landing-Page

Bei der Gogle Historie handelt sich dabei um nichts anderes als die CTR wobei man hierbei zwischen

  • Kampagnenhistorie
  • Budgethistorie
  • AdGrouphistorie
  • Keywordhistorie
  • AdTexthistorie

unterscheiden kann. Das die Google Historie den tatsächlichen CPC entscheiden beeinflußt, kann man sich dadurch zu nutzen machen, in dem man beispielsweise Keywords mit einer guten CTR übergangsweise in eine andere Anzeigengruppe verschiebt und dadurch die ganze Anzeigengruppe profitiert.

Der Votrag war insgesamt sehr gut und vor allem wie schon am Anfang gesagt ziemlich gehaltvoll. Für uns war so einges neu, und ich hoffe wir haben hier nichts durcheinander gebracht. Wenn doch, bitte einen Kommentar mit einer Richtigstellung absetzen. :)

Gruß Anwar & Fabian

P.S: Sehe gerade, dass Löwenherz auch schon ein erstes Fazit gepostet hat.

bisher 3 Kommentare - Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Wolke23 Webdesign SEO  |  05.05.2007 um 21:46

    Gratulation zu der hervorragenden und vor allen Dingen ausführlichen Zusammenfassung dieses wirklich informativen Beitrags! Bin gerade erst nach Hause gekommen und werd mir angesichts eurer Arbeit weitere Zusammenfassungen schenken – ich schau erst mal, welche Fotos veröffentlicht werden dürfen :)

  • 2. Lisa  |  07.05.2007 um 09:33

    Hallo,

    ich war auch bei der Konferenz und finde deine Zusammenfassung sehr gut. Wenn ich das gewußt hätte, hätte ich mir das Mitschrieben gespart! ;-)

  • 3. Pakfeifer SEO  |  10.05.2007 um 07:36

    Ja der Artikel ist gut…war auch einer der besten Vorträge…
    wobei, wenn du hier so gut schreibst, warum ahben wir 250 EUR bezahlt…
    lg
    Thomas

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