So oder so ähnlich könnte man diese Geschichte nennen, die ich heute in diversen Blogs gelesen habe. Konkret geht es dabei um die Möglichkeit Geld für Diggs zu zahlen und natürlich auch Geld für das Diggen zu bekommen. Ziel des Ganzen ist eine Startseitenpositionen für den Zahlenden auf Digg.
Das diese Vorgehensweise in der Tat nützlich für den eigenen Traffic sein kann, zeigt z.B. eine Trafficstatistik bei Guy Kawasaki. Es soll ja in diesem Zusammenhang auch schon einen Menge Leute geben, die mit dem Mörder Traffic von z.B. Digg servertechnich nicht mehr klar kommen. Falls einer von euch auch solche Probleme hat, schaut mal bei Shoe Money vorbei. (Der Artikel heißt übrigens “The Key To Being Anti-Social – How To Deal With DIggs, Slashdot, Delicious, etc” und hat im Moment 832 Diggs !!!!! – Der Mann hat also bestimmt schon einige Erfahrung mit Mörder Traffic. (Irgendwie zu beneiden …)
Gut, zurück zum Thema. Die Seite User/Submitter bietet also jedem die Möglichkeit sich entweder als Submitter oder User anzumelden. Submitter bedeutet, dass man bei der Registrierung eine Seite angibt, die man gediggt haben möchte. Dies kostet einmalig $20 + $1 für jeden Digg. Die Aufgabe der User ist es dann, die Seiten der Submitter zu diggen. Für 5 dieser Diggs erhält man $0.50. Auch für das “Wie” erhält man vom Betreiber eine Hilfestellung:
-
Digg slowly. Let some time pass between your diggs — otherwise your digg may not go throug
-
Clicking on one official “digg it” button will digg a story on this page, but clicking the “digg it” button on the rest of the stories will NOT work and instead take you directly to Digg to digg the story
-
If clicking on the official “digg it” buttons does not work, copy and paste each story’s URL and then digg it
Das schlimme an der Sache ist, dass das Modell in meinen Augen funktioniert und durchaus lukrativ für beide Seiten ist. Ein gutes Rechenbeispiel habe ich beim Search Engine Journal in dem Artikel “Spam Digg For Only $20” gefunden:
Wenn man davon ausgeht, dass man bei Digg 51 Diggs benötigt um innerhalb von 24 Stunden auf die Startseite zu kommen, wäre das für einen Submitter eine Investition von $71. Klar, rein theoretisch können es auch $100, $200, etc sein, die der Submitter zahlen muss um auf die Startseite zu kommen. (Der Submitter kann übrigens die maximale Anzahl der Diggs angeben, die er für einen Beitrag haben will). Laut Robert von Basic Thinking erhält man über so einen Startseiten Link gut und gern 10 Visits pro Sekunde. Wieviele Visits das dann an einem Tag sind, kann man sich ja leicht ausrechnen. Auch wenn es, wie in dem Artikel “Spam Digg For Only $20″, “nur” 10.000 Besuche am Tag sind, sieht man, dass es sich durchaus um ein sehr gutes Geschäft für den Submittter handelt.
Über den User der die Artikel für den Submitter diggt, brauchen wir eigentlich gar nicht zu sprechen. $0.50 für 5 Klicks – reich wird man damit sicherlich nicht. Aber gegen ein paar Dollar zusätzlich zu Adsense Einnahmen wird der normale Webmaster wahrscheinlich nichts haben.
Nicht desto trotz – diese Geschichte stellt auf jeden Fall eine Schattenseite der Social Media Optimiziation dar. Man kann nur hoffen, das Digg und Co Möglichkeiten finden solchen Modellen in vernünftiger Form entgegenzutreten.
Gruß
Fabian
bisher 11 Kommentare - Eigenen Kommentar schreiben
1. Marcus
| 03.10.2006 um 14:22
Brauchen wir uns aber, glaube ich, im deutschsprachigen Raum noch keine Sorgen machen, weil Seiten wie yigg.de einfach noch kaum nennenswerten Traffic generieren.
2. Basic Thinking Blog &raqu... | 03.10.2006 um 14:30
[...] Das Themenrelevant Blog schreibt nunmehr über einen typischen Exzess, der mehr oder minder auf einer künstlichen statt natürlich Vorgehensweise basiert, zum Ziel zu kommen (SEOler sprechen in ihrem Bereich von Black Hat Methoden, zB Keywordstaffing, Cloaking, imho auch Linkeinkauf etcpp). Vom Prinzip her zahlt man User Geld dafür, um in Digg eine Seite zu pushen: SMO going Black Hat Zusatzinfos und Social Bookmarks [...]
3. Fabian
| 03.10.2006 um 17:17
@Marcus: Recht hast du! In Deutschland sind wir mit dem Thema SMO im Allgemeinen noch nicht so weit. Allerdings zeigt Amerika auch immer wohin es nach gewisser Zeit bei uns in D geht. Und diese Geschichte ist in der Tat keine schöne Sache …
4. Shortcuts quer durch den ... | 03.10.2006 um 18:39
[...] Blackhat SMO´s haben Digg für sich entdeckt
Zum einen gibts hier einen Bericht darüber, daß Digger sich fürs diggen von Artikeln bezahlen lassen und dann hier noch ein Bericht mit ganz witzigen Blackhat-Tipps, um bei Digg erfolgreich zu sein unter “10 Wege um auf die Frontseite von Digg.com zu kommen” … [...]
5. SMO Black Hat funktionier... | 04.10.2006 um 16:47
[...] Nachdem ich gestern den Artikel “SMO going Black Hat” geschrieben habe, wollte ich nun ein kurzes Update zu diesem Thema posten. Für die die den Beitrag nicht gelesen haben: Es geht dabei um einen Service Namens UserSubmitter der Leute die Geld für Diggs bezahlen und die die für Geld diggen zusammenbringt. Das Ziel des Ganzen ist eine Platzierung des Artikels auf der Digg Startseite, welche dem Bezahlenden in den meisten Fällen einen Mörder Traffic einbringt. So, nun zum Update: [...]
6. » Usersubmitter - &... | 04.10.2006 um 17:59
[...] Usersubmitter – “Diggs” kaufen Fabian schreibt in 2 Artikeln über den “Usersubmitter” für Digg. Dort kann man “Diggs” kaufen. 50 Diggs zu 70 $ plus ein eigener Digg reichen denn auch schon für die Digg-Startseite. Die beiden Artikel: SMO going Black Hat SMO Black Hat funktioniert – leider … [...]
7. » JoJo zu Gast bei ... | 10.10.2006 um 20:58
[...] Digg UserSubmitter – naja [...]
8. Uwe tippt. » Google... | 14.11.2006 um 08:29
[...] Ein Kommentator (Andreas F.) schnitt zudem das Thema an, dass die Macht des dunklen SMO zu einem verzerrten Eindruck führt und sehr leicht zu manipulieren ist. Zudem darf man nicht vergessen, dass kleinere Unternehmen es viel einfacher haben Ihre Reputation in diesem Bereich zu beeinflussen, da einfach nicht genügen Traffic vorhanden ist, um eine sinnvolle Menge an Beurteilungen zusammen zu bringen. Das ist ansich ja eine Milchmädchen Rechnung, da die Quoten derer die Reviews schreiben auch recht konstant ist. Als fiktives Beispiel, ein Eintrag bei Qype benötigt 1000 Besucher, damit er 5 Bewertungen abbekommt, von denen 2 vom Unternehmen selbst initiiert worden. Representativ? Nein. Bei 10000 Besuchern pro Eintrag schreiben 50 einen Review, immernoch 2 vom Unternehmen selbst… representativer? ja, ein wenig mehr… [...]
9. Klaus Hochreiter
| 09.04.2007 um 14:52
Ja das war doch auch nur eine Frage der Zeit, bis auch Spam-Methoden Einzug halten.
Aber SMO steckt ja in Europa sowieso noch in den Kinderschuhen!
10. Dreamworker
| 01.05.2007 um 14:11
Das sehe ich anders. Mit mister-wong.de richtig gearbeitet kann man schon netten Linkpop generieren.
11. Marianne
| 23.12.2007 um 19:43
smo ist ein sehr interessantes Themengebiet und wird wohl auch in Zukunft viel mehr Bedeutung erhalten. mIt z.B. einer geschickten linkbaiting-aktion im social media bereich kann man in kürzester Zeit weitaus mehr Links, Besucher und Aufmerksamkeit erzeugen als die klassische, manuelle SEO-Linkaufbau-Variante.
Ich wünschen allen schöne Feiertage!
Dein Kommentar zum Beitrag:
Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>