Ein paar Gedanken zu Google Checkout

google checkoutDer Artikel “Google wird zur Kasse des Internet” in der aktuellen Ausgabe Computerwoche (27/2006) hat mich dazu veranlasst ein paar tiefergehende Gedanken an das neue Google Bezahlsystem zu verlieren. Wem Google Checkout noch nichts sagt, der sollte doch bitte mal schnell den Artikel “Checkout – bezahlen mit Google” in unserem Blog lesen oder sich direkt bei Google Checkout informieren.

So, zurück zu Thema und raus mit den Gedanken :)

1) Die Zielgruppe

Ja wer ist den nun die Zielgruppe? Große Unternemen wie z.B. Amazon oder eBay, oder doch eher der der kleine Händler um die Ecke der sein Waren zusätzlich online vertickt. Hmm, vielleicht ist Checkout auch was für groß und klein … Die Computerwoche schreibt dazu:

Der Dienst richtet sich primär an kleinere Online-Händer, denen er das Inkasso abnehmen soll

und weiter

Gerade für weniger bekannte E-Shops könnte sich dies zu einem wesentlichen Merkmal entwickeln.Sie leiden nämlich in der Regel unter hohen Abbruchraten im Bestellprozess, weil Käufer zögern, ihr Kreditkarteninformationen oder die E-Mail Adresse anzuvertrauen.

Tja, ich denke da wurde was vermischt. In der Tat stimme ich zu, dass die finanzielle Abwicklung über Google vorallem für die Kleinen E-Shops von (finanziellem) Vorteil ist. (Dies heißt jedoch nicht, dass Checkout nicht für die Großen geeignet ist). Das Checkout aber als Instrument zur Senkung der Abbruchraten dient sehe ich jedoch anders, da die diese durch viele Faktoren zustande kommen. Da wären z.B. zu hohe Versandkosten, zu viele Pflichtangaben während des Bestellprozesses, schlechte Bedienbarkeit, u.s.w.


2) Google und die Sache mit dem Datenschutz

Ach Moment, da ist noch was! Warum geben den die Benutzer so ungern Ihre Kredikartendaten an? Vorallem bei kleinen Shops von denen sie noch nie im Leben gehört haben? Ricktig! Mangelndes Vertrauen. Jetzt ist es so, dass in der letzten Zeit fast jeder zweiten Nachricht die über Google geschrieben bzw. gesendet wurde mindestens einmal das Wort Datenschutz und in diesem Zusammenhang auch wahlweise einer der Begriffe gefährlich/böse/nicht vertrauenswürdig enthielt. Diese Nachrichten, in meinen Augen zum großen Teil unberechtigt, führen jedoch dazu, dass der Internetlaie in seinen Entscheidungen beeinflusst wird. Würde jemand, der so verunsichert wird, seine Kreditkartendaten ohne weiteres bei Google hinterlegen? Ich denke nicht …

3) Killt Google Paypal?

Die Computerwoche schreibt dazu:

Der Online-Auktionär (damit ist eBay gemeint) betreibt mit PayPal einen eigenen Bezahldienst. Dieser übernimmt jedoch nicht nur die Transaktionen zwischen Händlern und Konsumenten, sondern vorallem auch zwischen Privatpersonen die waren auf eBay versteigern und erwerbern

Jep, das ist richtig. Während bei PayPal also mehr den Handel zwischen den Konsumenten im Vordergrund steht, ist Checkout für eine Konsumenten-Händler Beziehung gedacht. Auch wenn Checkout günstiger als PayPal ist, würde ich behaupten das durch die unterschiedliche Ausrichtungen PayPal am leben bleibt :)

Nachdem mein Zug gleich in Köln ankommt, beende ich meine Gedankenfluß jetzt mal. Über Kommentare und Diskussionen bin ich natürlich immer sehr erfreut ;)

Bis denn
Fabian

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